Sozialadressbuch für den Landkreis Northeim

Geschwister-Scholl-Schule .

Allgemeine Daten .

Schulform: Grundschule
Träger: Stadt Einbeck und Landkreis Northeim

Besonderheiten: .

Kostenloses Frühstück vor dem Unterricht. (siehe unten)

Kontaktdaten .

Geschwister-Scholl-Schule
Königsberger Straße 53/55
37574 Einbeck

Telefon: 0 55 61 / 71 25 5
Fax: 0 55 61 / 97 16 20
E-Mail: gss-einbeck@t-online.de
Internet: www.gss-einbeck.de

Ansprechpartner .

Schulleiter: Frau Bayer
Sekretariat: Frau Unterstab

Gesundes, kostenfreies Frühstück vor dem Unterricht

ein Projekt der Geschwister-Scholl-Schule (Zur Nachahmung empfohlen!)

Allen Schulkindern der Geschwister-Scholl-Grund, Haupt- und Ganztagschule in Einbeck, Landkreis Northeim Niedersachsen wird täglich in der Zeit von 7:15 Uhr bis 8:00 Uhr in der Mensa ein gesundes, kostenfreies Frühstück angeboten. Die Schüler sitzen mit der Schulsozialpädagogin und einer Küchen- und Servicekraft der Sozialagentur am gedeckten Frühstückstisch in gemütlicher Runde und lernen ganz praktisch, was gesunde Ernährung bedeutet. Es gibt Vollkornbrot mit Geflügelaufschnitt, Käse, Honig, von Eltern zubereitete Marmelade, Butter, Müsli, ein frisch angerührter Joghurt und natürlich frisches Obst und Gemüse sowie Milch und Tee. Die Motivation zur ausgewogenen Ernährung wird erhöht, wenn positive Erfahrungen mit gesunder Nahrung gemacht werden. €ž Jeder fünfte Jugendliche in Deutschland ist übergewichtig€œ, mit dieser Nachricht macht seit einiger Zeit der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte auf ein Problem aufmerksam, das sich seit den siebziger Jahren vervierfacht hat (Prof. Volker Pudel, Ernährungspsychologische Forschungsstelle der Georg August Universität Göttingen, 2000). Untersuchungen an Grundschulen haben ergeben, dass mehr als 10-15 % der Kinder der ersten vier Jahrgangsstufen übergewichtig sind. Die Mediziner gehen davon aus, dass von den betroffenen Jugendlichen noch 85% im Erwachsenenalter zu dick sein werden. Damit wird ein eminentes Gesundheitsproblem angesprochen, das uns auch in der Zukunft beschäftigen wird, da sich durch Übergewicht das Risiko für einen späteren Herzinfarkt, einen Schlaganfall, für Bluthochdruck und für Diabetes deutlich erhöht und die Automatismen der ungesunden Ernährung auf die Nachkommen wiederum übertragen werden. Ziele unseres täglichen und gemeinsamen Frühstückes liegen in der Präventionspädagogik:

  • Besser frühstücken, besser lernen. lernen fürs Leben. Durch das verbesserte Ernährungsverhaltens der Schüler wird ihre Konzentrations- und Lernfähigkeit gesteigert. Ein ausgewogenes, nährstoffreiches Frühstück ist die wichtigste Grundlage für Wohlbefinden sowie die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit.
  • Ernährungsgewohnheiten und Essverhalten werden positiv beeinflusst.
  • Ein wichtiger zusätzlicher Aspekt ist das soziale Lernen aller Altersstufen während der Mahlzeit. Der respektvolle Umgang miteinander, geben und nehmen, bitten und danken werden geübt.
Die Schulsozialpädagogin ist täglich anwesend und hat €žein offenes Auge und Ohr€œ für die Schüler während der Mahlzeit, denn oft kommen Schüler schon morgens mit Problemen in die Schule. Die Sozialpädagogin kann direkt angesprochen werden. Durch das €žtägliche miteinander am Frühstückstisch sitzen€œ entsteht eine Vertrautheit, die sonst sehr mühsam aufgebaut werden muss. Die Hemmschwelle extra in das Sozialarbeiterbüro zu gehen fällt weg. Schüler müssen sich auch nicht beim Lehrer extra für ein Gespräch abmelden. Die Sozialarbeiterin kann atmosphärische Stimmungen aufnehmen und schneller Präventionsmaßnahmen wie z.B. gegen Alkoholmissbrauch am Wochenende einleiten. So kann auch schnell reagiert werden, wenn es eine Auseinandersetzung im Schulbus, trotz ausgebildeter Bus-Scouts gab und betroffene Eltern können noch vor Arbeitsbeginn erreicht werden. Vor allem Schüler aus unserem €žMilieu€œ, die Kinder, die ohne Frühstück in die Schule geschickt werden, bei denen die Eltern oft nicht mit aufstehen, kommen morgens schon mit einem großen Päckchen familiärer Probleme in die Schule, die einen Lernerfolg verhindern und die auch bei allem Bemühen in den Klassen nicht aufgefangen werden können. Hier ist der Ort für präventive Arbeit mit €žoffenem Ohr und Auge€œ. Die Schulsozialpädagogin und Hauswirtschaftsleiterin sorgt bei halbjährlich wechselnden Küchen- und Servicekräfte aus der Sozialagentur für die notwendige Kontinuität und Kompetenz, kennt die Schüler, weiß wie sie angesprochen werden müssen, ist auch durchsetzungsfähig, wenn sie sich nicht benehmen können, wirkt ausgleichend, wenn es Streit gibt. Unser Frühstück ist elementare Voraussetzung für Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit, aber vor allem auch Vehikel für angewandte Sozialarbeit.

Quelle: Konzept des Anbieters